Es vergingen wieder einige Tage und Wochen in denen ich einfach nur suchte. Ich suchte nach allen möglichen mir bekannten Namen und nach all den Daten die ich hatte. Ich wollte einfach nicht aufgeben. Nein, ich wollte einfach weiter suchen, egal wie lange ich dafür brauchte. Mich hatte der Ergeiz gepackt und so setzte ich die Suche erneut fort.

 Ich weiß nicht mehr wann genau es war, aber irgendwann hatte ich – mal wieder – nach Jemandem gesucht. Dieses Mal meine Tante B. Ich fand urplötzlich auf Anhieb passende Details – neue Details! Es gab Hinweise darauf, dass es meine Tante sein könnte. Laut Google war sie mit meiner Oma verwandt und das angegebene Geburtsdatum stimmte mit den Daten überein die ich von Tante B. hatte. Da aber weder eine e-Mail, noch eine Telefonnummer notiert war, googelte ich einfach weiter. Was kann ich schon verlieren? Jetzt suche ich schon gefühlte tausend Stunden, da kommt es auf eine weitere Stunde sicherlich nicht mehr an! Ich drückte einfach auf jede Internetseite, welche mir Google anzeigte und so stolperte ich auf eine Community auf der sogenannte „Quilter“ (deutsch: Stepper; to quilt: etwas steppen, z. B. eine Decke steppen) einen Account haben und ihre gesteppten Decken zeigen. Und ich sah ein Bild. Vermutlich von meiner Tante B.

. . ein Stückchen Erfolg . .

Mir sprangen ungefähr hunderte Fragen durch den Kopf a lá „Ist sie das?“ – „Könnte sie das sein?“ und dann gab ich wie ferngesteuert Tante B.’s Namen in Facebook ein – einfach nur mal um zu schauen, ob ich sie da eventuell auch finden könnte. Und tatsächlich: Sie war da! Das Bild – eins zu eins – genau das Gleiche! Der erste Gedanke der mir in den Sinn kam war „Ich muss ihr unbedingt schreiben. JETZT“. Und das tat ich natürlich. Also schrieb ich am 30.07.2015 folgendes:
„Hello B., my name is L. and i am 25 years old and from Germany.. i have a really important question to you. May you can help me? Thank you for answering…“
 Beim Absenden dieser Nachricht, war mir so schlecht wie noch nie. Ich hatte einfach so unglaubliche Angst wieder enttäuscht zu werden und gar keine Antwort zu bekommen. Da ich aber wusste, dass „fremde Leute“ auf Facebook keine Benachrichtigung bekommen, wenn man ihnen eine Mail schickt, bzw. die Nachricht im „Sonstigen“ Ordner landet, machte ich mir nicht allzu viele Hoffnungen. Was ich aber machte, war, ich schrieb jedem auf Tante B.’s Freundesliste, der den gleichen Nachnamen hatte wie sie und überprüfte täglich meine Mails bei Facebook. Aber es kam nie eine bei mir an…

Mittlerweile weiß ich, dass schöne Dinge immer dann geschehen, wenn man sie am wenigsten erwartet…


Es war Mittwoch der 02. September in diesem Jahr. Ich war gerade mit meiner besten Freundin in London und wir lagen in unseren Hotelbetten und schauten Fernseh. Ich bereitete gerade einen London-Blogpost für euch vor und surfte etwas auf Facebook rum, als ich eine Mail bekam: „Do we have the same grandparents?“ Mein Herz bebte, als ich sah, dass es Tante B.’s Sohn war der mir da schrieb. Ich erinnerte mich daran, dass ich ihm damals geschrieben hatte, dass ich nach meiner Oma und Verwandten suche und ich gesehen hatte, dass er Tante B. und Tante D. auf seiner Freundesliste hat. Ich schrieb sofort zurück „Maybe..“ Dann schrieb er „What is your grandmas name?“ Ich antwortete und meinem Gefühl und seiner Antworten zu folge, war er sehr erstaunt.Wir schrieben dann noch eine Weile und fanden raus, dass wir tatsächlich miteinander Verwandt sind.

Aber das Schönste dieser Geschichte geschah noch…

Teil 5 folgt…

Wenn ihr die ersten zwei Teile verpasst habt, klickt hier:

 Zum Teil 1 dieser Reihe geht es hier: LIFE: von Verzweiflung und Glück… [Teil 1]
Zum Teil 2 dieser Reihe geht es hier: LIFE: von Verzweiflung und Glück… [Teil 2]
Zum Teil 3 dieser Reihe geht es hier: LIFE: von Verzweiflung und Glück… [Teil 3] 

xoxo, L.

4 Comments on LIFE: von Verzweiflung und Glück… [Teil 4]

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